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Fehlbestände, Überbestände und falsche Entscheidungen: die kommerzielle Wirkung falscher Bestände

Ein falscher Bestand erzeugt zwei gegensätzliche Fehler zugleich. Das System kann ein physisch nicht vorhandenes Produkt als verfügbar anzeigen und so einen Kundenfehlbestand verursachen. Es kann auch ein tatsächlich vorhandenes Produkt verdecken und dadurch unnötige Nachbestellung auslösen. Arbeiten im International Journal of Production Economics zeigen, dass diese Desynchronisation zwischen physischem Fluss und Informationsfluss die kommerzielle Leistung direkt stört.

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gleichzeitiger Effekt: Fehlbestand, wenn der Bestand überschätzt wird, Überbestand, wenn er unterschätzt wird

3 Szenarien

in der Literatur analysiert: ignorierte Fehler, geschätzte Fehler, durch RFID reduzierte Fehler

Der versteckte Fehlbestand: im System verfügbar, in Wirklichkeit nicht vorhanden

Wenn der Systembestand höher ist als der physische Bestand, nimmt das Unternehmen Bestellungen an, die es nicht erfüllen kann. Im E-Commerce ist das Problem besonders hart: Das Verkaufsversprechen basiert fast ausschließlich auf Systemdaten. Der Kunde bestellt und erfährt anschließend von einer Verzögerung, Stornierung oder Ersatzlieferung. Diese Situation verschlechtert den Servicegrad und treibt Kunden zur Konkurrenz.

Der unbeabsichtigte Überbestand: bestellen, was bereits vorhanden ist

Der umgekehrte Fehler ist genauso teuer. Wenn das System weniger Bestand als die Realität anzeigt, kann der Einkauf eine unnötige Nachbestellung auslösen. Das Ergebnis sind gebundenes Kapital, belegte Fläche, zusätzliche Lagerkosten und manchmal Obsoleszenz. Bei saisonalen oder verderblichen Produkten kann dieser Überbestand schnell zu Abschriften oder Totalverlusten werden.

Entscheidungen auf falschen Daten

Die ScienceDirect-Literatur zu Supply Chains mit Bestandsungenauigkeiten zeigt, dass die Abweichung zwischen physischem Fluss und Informationsfluss Bestellpolitiken, die Koordination zwischen Akteuren und die Nachfragebewertung stört. Wenn das Unternehmen nicht zwischen physischem und gebuchtem Bestand unterscheidet, optimiert es Einkauf, Prognosen und Sicherheitsbestände auf Basis einer ungenauen Darstellung der Realität.

Vertrauen in Bestandsdaten wiederherstellen

Die Antwort besteht darin, die Abweichung an der Quelle zu reduzieren und Fehler sichtbar zu machen. RFID, Scan, permanente Inventur und WMS/ERP-Synchronisation verfolgen dasselbe Ziel: verlässliche Daten schnell genug zurückzumelden, damit kommerzielle Entscheidungen korrekt bleiben. Verlässliche Bestandsdaten ermöglichen Vertriebsteams, nur das zu versprechen, was existiert, dem Einkauf, wirklich Fehlendes zu bestellen, und der Geschäftsleitung, mit weniger Unsicherheit zu steuern.

Bestandsfehler erzeugen nicht nur einen einzigen Verlust: Sie können gleichzeitig Fehlbestände, Überbestände und schlechte Beschaffungsentscheidungen verursachen. Der einzige Weg aus diesem Paradox ist eine in Echtzeit aktualisierte Felddatenbasis, die bei jeder wichtigen Bewegung kontrolliert wird.

Originale Zusammenfassung auf Grundlage von ScienceDirect-Überblicken zu Bestandsungenauigkeiten und ihren Auswirkungen auf die Supply-Chain-Leistung. Die genannte ScienceDirect-Quelle ist durch Elsevier-Copyright geschützt; keine langen Passagen werden reproduziert, und der vollständige Text muss über den Originallink konsultiert werden.

Originalquellen

  • 1

    Inventory inaccuracy and supply chain performance

    ScienceDirect / International Journal of Production Economics, 2010

    Originalartikel anzeigen

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