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Menschliche Fehler5 Min. Lesezeit

Die 3 Arten menschlicher Fehler im Lager: Picking, Lagerplatz, Eingabe

Lager bleiben von menschlicher Arbeit abhängig, selbst wenn sie digitale Werkzeuge einsetzen. Die Studie „Human errors in warehouse operations: an improvement model“ schlägt ein Modell vor, das Lagerleistung, menschliche Fehler und Korrekturmaßnahmen miteinander verbindet. Vor allem erinnert sie daran, dass Fehlerreduktion nicht bedeutet, Mitarbeiter zu beschuldigen, sondern die Momente zu identifizieren, in denen der Prozess Fehler wahrscheinlich macht.

3 Typen

wiederkehrende Fehler, die zu isolieren sind: Picking, Lagerplatz und Eingabe

2 Schritte

im Verbesserungsmodell: Fehler priorisieren und dann die wirksamsten Maßnahmen auswählen

Picking-Fehler: der falsche Artikel zur falschen Zeit

Ein Picking-Fehler entsteht, wenn ein Mitarbeiter den falschen Artikel, die falsche Menge, die falsche Charge oder die falsche Verpackungseinheit entnimmt. Er tritt häufig auf, wenn sich Artikel ähneln, Lagerplätze dicht belegt sind oder Zeitdruck dazu führt, Geschwindigkeit zu bevorzugen. Der Effekt ist doppelt: Der Kunde erhält eine falsche Bestellung, und der Systembestand weicht vom physischen Bestand ab.

Lagerplatzfehler: der richtige Artikel wird unauffindbar

Ein falsch eingelagerter Artikel kann physisch existieren und dennoch operativ unsichtbar werden. Für das System ist er an einem bestimmten Lagerplatz verfügbar; für das Team ist er beim Entnehmen nicht auffindbar. Dieser Fehler erzeugt Phantom Inventory, unnötige Suchzeiten, Verzögerungen und manchmal ungerechtfertigte Nachbestellungen.

Eingabefehler: Daten weichen von der Realität ab

Im Lager betrifft Eingabe nicht nur Mengen. Sie betrifft auch Lagerplätze, Status, Chargen, Retouren, interne Bewegungen und Korrekturen. Daten, die zu spät oder im falschen Format erfasst werden, brechen die Rückverfolgbarkeit. Der Systembestand entwickelt sich dann auf falscher Grundlage weiter, bis eine Inventur, ein Fehlbestand oder eine Reklamation die Abweichung sichtbar macht.

Das vorgeschlagene Verbesserungsmodell

Die Autoren schlagen einen Ansatz vor, der vom Quality Function Deployment inspiriert ist. Der erste Schritt besteht darin, die menschlichen Fehler herauszufiltern, die die Lagerleistung am stärksten beeinträchtigen. Der zweite Schritt besteht darin, Korrekturmaßnahmen zu priorisieren, die diese Fehler mit dem besten Verhältnis von Wirkung zu Kosten behandeln. Dieser Ansatz vermeidet, überall Kontrollen zu vervielfachen: Er konzentriert die Anstrengung auf die Fehler, die wirklich ins Gewicht fallen.

Picking, Lagerplatz und Eingabe haben unterschiedliche Ursachen, aber eine Gemeinsamkeit: Jeder Fehler entsteht in einem Moment, in dem das System eine physische Handlung ohne verlässliche Validierung zulässt. Scan, Kontrollregeln und standardisierte Verfahren reduzieren dieses Risiko, indem sie menschliche Fehler in sofort erkennbare Ausnahmen verwandeln.

Originale Zusammenfassung auf Grundlage der ResearchGate-Seite und des Überblicks zum 2017 veröffentlichten Artikel „Human errors in warehouse operations: an improvement model“. ResearchGate weist darauf hin, dass Inhalte urheberrechtlich geschützt sein können, und der Artikel erwähnt ein Inderscience-Copyright; keine langen Passagen werden reproduziert.

Originalquellen

  • 1

    Human errors in warehouse operations: An improvement model

    Parama Kartika Dewa, Nyoman Pujawan, Iwan Vanany, 2017

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